Auf Antrag der SPD-Fraktion hat der Ortsbeirat Mainz-Neustadt die Stadtverwaltung aufgefordert, die Einrichtung einer Stadtteilbücherei in der Mainzer Neustadt zu prüfen. Teil der Prüfung sollen die Suche nach passenden Räumlichkeiten und die Sondierung der jeweiligen Eigentums- und Mietverhältnisse sein.
„Mit dem Umzug der Anna-Seghers-Bücherei in die Fuststraße wird die Neustadt ihre einzige öffentliche Bibliothek verlieren”, begründet Alexander Klein, Mitglied des Ortsbeirats und stellvertretender Ortsvorsteher der Mainzer Neustadt, den Antrag. „Es gilt deshalb zu prüfen, wo in der Neustadt zumindest eine Stadtteilbücherei entstehen kann, die sich auf ein bestimmtes Thema und eine spezielle Zielgruppe spezialisiert oder eventuell ein gut sortiertes Allgemeinangebot vorhält”, fordert Ulrike Ludy, ebenfalls Mitglied des Ortsbeirats Mainz-Neustadt. „Die Räumlichkeit muss den Erfordernissen einer modernen Bücherei, vor allem hinsichtlich der Barrierefreiheit, entsprechen. Hierzu sollte auch der Austausch mit der Wohnbau Mainz gesucht werden”, ergänzt Alexander Klein.
Öffentliche Bibliotheken gelten als bundesweit meistbesuchte kulturelle Einrichtungen und bieten allen Altersgruppen niedrigschwellig und ohne jeglichen Konsumzwang freien Zugang zu Wissen und Information und fördern damit die Sprach-, Lese- und Medienkompetenz. „Als Orte der kulturellen, digitalen und gesellschaftlichen Teilhabe leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Stärkung des Gemeinwesens und bereichern das öffentliche Leben. Eine Bücherei macht das Umfeld erlebbar und steigert die Aufenthaltsqualität”, unterstreicht Ulrike Ludy, Mitglied des Ortsbeirats, den gesellschaftlichen Wert einer Bücherei.

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